Historisches Rezensionen

Evie Dunmore — Verwegen

  • 6. Januar 2022

Verwegen
Evie Dunmore

Originaltitel:  Bringing Down the Duke
Verlag:
LYX.digital
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.

ASIN:  B08LZPQ9N6
Erscheinungsdatum: 30. April 2021
Genre: Historical Romance

Teil einer Serie:
Originaler Serientitel: A League of Extraordinary Women Novel – Deutscher Serientitel: Oxford Rebels
1) Bringing Down the Duke (Original, veröffentlicht: 3. September 2019) / Übersetzung: Verwegen: 30. April 2021
2) A Rogue of One’s Own (Original, veröffentlicht: 1. September 2020) / Übersetzung: Unerschrocken: 27. August 2021
3) Portrait of a Scotsman (Original, veröffentlicht: 7. September 2021) / Übersetzung: Furchtlos: 23. Dezember 2021
4) The Gentleman’s Gambit (Original, veröffentlicht: ) / Übersetzung: Unbeugsam: 30. September 2022

Klappentext

Annabelle Archer ist überglücklich, dass sie als eine der ersten Frauen überhaupt in Oxford studieren darf. Als Gegenleistung für ihr Stipendium soll sie die Frauenbewegung unterstützen. Es gelingt ihr durch ein geschicktes Manöver, auf das Landgut des einflussreichen Sebastian Devereux eingeladen zu werden – diesen für ihre Sache zu gewinnen, wäre unbezahlbar! Von Anfang an fliegen die Funken zwischen ihr und dem kühlen Herzog, der fasziniert ist von ihrer Intelligenz und Willenskraft. Aber für Annabelle wird die Anziehung zu Sebastian zur Zerreißprobe, denn er steht für alles, wogegen sie kämpft …

Quelle: LYX Verlag
Evie Dunmore — Verwegen

 

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Evie Dunmore — Verwegen

Dank eines Stipendiums hat Annabelle Archer, die Tochter eines Vikars, die Möglichkeit in Oxford zu studieren. Sie ergreift die Gunst der Stunde um sich aus den Klauen ihres Cousins zu befreien, der in ihr nur eine kostenlose Dienstmagd für sich, seine Ehefrau und seine Kinder sieht. Er lässt Annabelle gehen; jedoch nur unter der Bedingung, dass sie ihm monatlich Geld zukommen lassen muss, da er nun gezwungen ist jemanden einzustellen, der die Arbeit, die Annabelle bisher umsonst erledigt hat, ausführt.

Lady Lucie, Annabelles Gönnerin, ist in der Suffragettenbewegung, weswegen sich Annabelle dazu verpflichtet fühlt, diese in ihrem Handeln zu unterstützen, als Dank für das Stipendium. Womit sie jedoch nicht gerechnet hat ist, dass Lucie sie darauf ansetzt Sebastian Devereux, Herzog Montgomery für die Sache der Suffragetten zu gewinnen. Ein Ding der Unmöglichkeit, wie es Annabelle erscheint, denn anstatt eines Herzens, scheint in der Brust des Herzogs ein Einsblock zu schlagen.

„Verwegen“, der erste Teil der „Oxford Rebels“-Reihe von Evie Dunmore erzählt nicht nur die Geschichte von Annabelle und Sebastian, sondern als Rahmenhandlung ebenfalls die der Suffragettenbewegung. Annabelle ist eine sehr gebildete junge Frau, die sich nichts mehr wünscht als die Unabhängigkeit von ihrem Cousin. Sie ist engagiert und tritt für ihre Freundinnen ein. Sebastian erscheint kühl und unnahbar. Doch je näher man ihn kennen lernt, desto leichter ist es hinter seine Fassade zu blicken. Schnell ist klar, dass es keine „gemeinsame Zukunft“ zwischen Annabelle, einer nicht standesgemäßen Frau und dem Herzog, der sogar regen Kontakt zur Königin von England pflegt, geben wird.

Da sowohl Annabelle, als auch Sebastian intellektuelle Menschen sind, kommt es zwischen den beiden zu schön geschriebenen Wortgefechten. Man spürt die Anziehungskraft, die inmitten der Protagonisten herrscht. Der Stil, in dem „Verwegen“ geschrieben war, gefiel mir gut und ich konnte mir die einzelnen Charaktere bildlich vorstellen. Etwas erstaunt war ich, in Anbetracht von Annabelles Vergangenheit, dass sie doch ziemlich schnell, nun ja, eingeknickt ist was Sebastian betrifft. Das fand ich – vor allem wenn man bedenkt, was sie alles zu verlieren hat – auch etwas unglaubwürdig. Leider kann ich nicht näher darauf eingehen, ohne los zu spoilern. Nichtsdestotrotz hat mich „Verwegen – Oxford Rebels 1“ von Evie Dunmore toll unterhalten, weswegen ich 4 Sterne plus gebe.

Kurz gefasst: Wenn ein Mädchen vom Lande und ein scheinbar unnahbarer Herzog aufeinander treffen, kann das nicht gut ausgehen. ODER? 😉 Ein lesenswerter ersten Teil der „Oxford Rebels“-Reihe.