Historisches Paranormales Rezensionen

Elizabeth May — Die Feenjägerin

  • 3. Februar 2024

Die Feenjägerin
Elizabeth May

Originaltitel: The Falconer
Verlag: HEYNE Verlag
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ISBN: 978-3-453-31609-6
Erscheinungsdatum: 9. Februar 2015
Genre: Paranormal

Teil einer Reihe: The Falconer-Trilogy
1) The Falconer — Die Feenjägerin
2) The Fallen Kingdom — Das verbotene Königreich
3) The Vanishing Throne

Klappentext
Schön, talentiert und tödlich – Aileana Kameron hat nur ein Ziel: die Feen, die ihre Mutter getötet haben, zur Strecke zu bringen
Ballsaison im Edinburgh des Jahres 1844: Jeden Abend verschwindet die junge und bildschöne Aileana Kameron für ein paar Stunden vom Tanzparkett. Die bessere Gesellschaft zerreißt sich natürlich das Maul über sie, aber niemand ahnt, was die Tochter eines reichen Marquis während ihrer Abwesenheit wirklich tut: Nacht für Nacht jagt sie mithilfe des mysteriösen Kiaran die Kreaturen, die vor einem Jahr ihre Mutter getötet haben – die Feen. Doch deren Welt ist dunkel und tückisch, und schon bald gerät Aileana selbst in tödliche Gefahr …

Klappentext und Cover: HEYNE Verlag

Elizabeth May — Die Feenjägerin

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Elizabeth May — Die Feenjägerin

Edinburgh, Schottland anno 1844. Lady Aileana Kameron hat vor einem Jahr ihre geliebte Mutter durch den Angriff einer Fee verloren. Seither sinnt sie auf Rache! Im Ton hält sich hartnäckig das Gerücht, dass sie selbst ihre Mutter getötet haben soll. Darum sind Bälle – die zu besuchen sie mehr oder weniger gezwungen ist – ein Graus für Aileana. Entpuppen sie sich doch stets als Spießrutenlauf für die junge Frau. Einzig ihre beste Freundin Miss Catherine Stewart steht ihr treu zur Seite, während ihr der geheimnisvolle Kiaran beibringt, wie man am besten gegen Feen gewinnen kann.

Doch nicht alle Elfen sind böse. Das weiß Aileana aus erster Hand. Schließlich wohnt Derrek, ein kleiner geflügelter Feenmann in ihrem Kleiderzimmer und flickt – oder auch nicht *g* – für ein Schälchen Honig ihre Kleider. Derrek und Kiaran können sich auf den Tod nicht ausstehen. Doch keiner der beiden weiht Aileana ein, woran das liegt. Und so bauen sich im Laufe der Geschichte immer mehr Geheimnisse auf – die zum Teil gelüftet werden – die die junge, kriegerische Lady, immer tiefer in die Geschehnisse der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in Sachen Feen hineinziehen.

Sehr interessant baut Elizabeth May die unterschiedlichen Charaktere auf. So ist Aileana eine junge Frau, die von einem Tag auf den anderen damit leben musste, dass es Feen gibt, die allem Anschein nach nur sie sehen kann. Und der Kampf, den sie gegen diese führt, löst auch einen inneren Konflikt in ihr aus. Denn wie es scheint, verliert sie Stück für Stück ihre Menschlichkeit und von dem Mädchen, dass sie einst war, wird nichts mehr übrig bleiben. Von Kiaran bekommt sie nur das Rüstzeug für den Kampf gegen die Feen, die in ihrer Gestalt sehr unterschiedlich, teilweise richtig gruselig, beschrieben sind. Obwohl sie insgeheim, was sie sich natürlich nicht eingestehen mag, mehr für den mysteriösen Krieger empfindet. Zwischen den beiden funkt es immer wieder gehörig! Doch plötzlich taucht Catherines Bruder Gavin, in den Aileana insgeheim immer verliebt war, auf und offenbart etwas, womit niemand gerechnet hätte!

Es bereite großen Lesespaß, sich auf diese sehr spannende, teilweise blutrünstige historische Geschichte mit Steampunk-Elementen und vollgepackt mit Winkelzüge, einzulassen. Die unterschiedlichen Charaktere sind toll beschrieben und ein Bild von ihnen baut sich unweigerlich vor dem inneren Auge auf. Wenn man erst in Lady Aileanas Welt, die Elizabeth May so schön beschreibt, eingetaucht ist, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende hat mir regelrecht den Boden unter den Füßen weggezogen, denn da es sich bei „The Falconer“ (Originaltitel) um eine Trilogie handelt, ist der Schluss mächtig erschütternd und sperrangelweit offen!

Kurz gefasst: „Die Feenjägerin“ von Elizabeth May ist paranormales Steampunk-Kopfkino vom Feinsten. Versetzt mit herrlich knisternden Momenten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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