„Zwei siamesische Katzendamen sind vorübergehend bei mir eingezogen – samt Katzenklo, Katzenbrunnen und ganz eigenen Gewohnheiten. Und plötzlich sind sie wieder da, die Erinnerungen an Paula und Paul. An Gießkannen, Schnitzel und eine höchst denkwürdige Flucht über den Hof. *hach ja*“
🖤
Eins. Zwei. Drei. Katzenzweierlei. Das reimt sich, geneigte Lesende,
und bereits Pumuckl hat gesagt, dass alles, was sich reimt, gut ist. LOL Spaß beiseite. Ich habe Katzenbesuch. Siamesische Katzendamen sind gerade in Urlaubspflege bei mir, denn Töchterchen – ihr gehören die beiden Miezen – ist für ein paar Tage zum Wandern nach Tirol.
Ich muss sagen, das ist wieder eine ganz schöne Umstellung. Denn: Die beiden sind keine Freigänger, gehen also nicht nach draußen kacken – sorry, falls euch das Wort stört, doch so ist es nun mal –, sondern sie gehen auf ein Katzenklo. Sie trinken nicht aus der Gießkanne, sondern aus einem Katzenbrunnen. Unsere Katze Paula und unser Kater Paul haben das damals geliebt. Natürlich hatten sie auch einen Wassernapf, aber im Frühling und Sommer war die Gießkanne einfach viel spannender. Wie dem auch sein; ich räume nun also zweimal täglich das Katzenklo aus, füttere sie genauso, wie Töchterchen es mir auf einer „To-do“-Liste aufgeschrieben hat, und kümmere mich um den Katzenbrunnen. Natürlich bekommen die beiden (sie heißen Azu und Deli) auch Streicheleinheiten, sofern sie darauf Lust drauf haben, Leckerlies gibt es auch ab und an und ich spiele mit ihnen.
Wenn ich die beiden so beobachte, muss ich unwillkürlich an unsere Paula denken. Bei Paula hatte ich damals nur den Fleischklopfer rausholen müssen und sie wurde kirre, denn: Madame wollte immer Schnitzel. Das ging teilweise so weit, dass ich in unsere Schiebetüre der Küche einen Besenstiel oder unseren Stabstaubsauger klemmen musste, damit Paula die Türe nicht mit ihrer Pfote aufgeschoben hat. Und hey, das ist eine Glastüre, also nicht gerade ein Leichtgewicht. Aber die Schnitzel waren enorme Paulamagnete. Manchmal war es gar so, dass, sobald ich mit dem Schnitzelklopfen begonnen hatte, Paula über den Hof galoppierte und gemaunzt hat wie eine Sirene, nur weil sie Schnitzel haben wollte. Natürlich bekam sie dann auch Schnitzelfleisch, sobald ich eine kleine Menge davon im Wasser für sie gekocht hatte. Doch bis es so weit war, hatte ich eine höchst ungeduldige Paula im Haus.
Aber das Lustigste war, als sie einmal zu Schwiegertiger rüber über den Hof marschiert ist – es war Sommer und die Haustüre drüben offen –, in die Küche gegangen ist und zum Schnitzeldieb mutierte. Schwiegerma hatte nämlich Schnitzelfleisch, es war noch eingefroren in einer Tüte, kurz auf die Küchenablage gelegt um nach oben in den ersten Sock zu gehen. Als sie wieder herunterkam, sah sie gerade noch Paula mit der Tüte Schnitzel im Maul durch den Hausgang jagen, Richtung Haustüre. Schwiegerma natürlich hinterher mit Gebrülle. Paula hat wohlweislich die Tüte fallen lassen und gab Fersengeld. *bahahaha*
Mission Schnitzel: Beute gesichert, Fluchtweg über den Hof.
🖤
Ihr seht, jetzt, wo Azu und Deli im Haus sind, werden alte Erinnerungen wach. Oder Paul! Oh, mein kuscheliger, roter Paul Tiger Woods. Er war ein Schmusekater. Gerne hat er es sich auf meinem Rücken bequem gemacht, wenn ich auf dem Bauch lag. Er hat sich dann eingerollt wie eine Schnecke. *schnief* Paul habe ich großgezogen, weil seine Mama ihn einfach verlassen hat, als Einzigen im Wurf. Dabei war er so eine liebe Zuckerschnute.
Doch genug aus dem Nähkästchen erzählt, ich gehe jetzt das Katzenklo leeren. *jirks*
Ka

Bildquellen „Paula mit Schnitzel“:
Bildidee, Prompt und Gestaltung: Ka, erstellt mit Unterstützung einer KI.