Blog Hektor Kas Tatsachenbericht

Ein Buch ist ein Buch ist ein Buch und keine Werbung.

  • 26. September 2019

Geneigte Leserinnen und Leser.

Manchmal stelle ich mir die Frage: Warum mache ich das überhaupt? Warum mache ich mir die Mühe und schreibe Rezensionen, schreibe Lesetipps oder Buchvorstellungen? Warum führe ich manchmal Interviews mit Autoren, mit Verlagsinhabern, mit Helden? Um unbezahlte Werbung für selbige zu machen? Auch wenn es – klar – im Gewissen „Werbung“ ist.  Aber aus diesem Grund beschäftige ich mich damit sicher nicht! Dann ploppt die Frage auf: Mache ich es tatsächlich ‚nur‘ aus Spaß an der Freude? Ja, bis zu einem gewissen Grad. Doch da ist noch etwas mehr. Etwas, dass mir wohlige Freude beschert, etwas das mich im Laufe meiner langen Lesejahre nicht nur einmal ordentlich erschüttert, zu Tränen gerührt und schallend lachen ließ. Etwas, mit dem ich mich einfach unwahrscheinlich gerne beschäftige. Worüber ich leidenschaftlich gerne spreche, schreibe etc. Ja, ich mache das, weil ich mich auf diese Art und Weise länger mit etwas Schönem beschäftigen kann! Mit etwas, was in meinem Leben – und sicher im Leben vieler anderer –  einen gewissen Wert hat:

Bücher!

Sie sind die Antriebsfeder hinter dem Ganzen. Sie sind diejenigen welchen, die mir erlauben einzutauchen, abzutauchen, mir erlauben, mich auf magisch gewobene Pfade zu begeben. Hinein in eine andere Welt. Die Bücherwelt, sie erlaubt es mir, ein klares Verbot auszusprechen. Ein lautes ‚Nein’ zu etwas, was tagtäglich um mich, um jeden von uns herum geschieht; dem Alttag. Ob diese Welt besser ist als meine? Sicher nicht grundsätzlich, denn ich liebe mein reales Leben. Obwohl in der Realität so ein mächtig-magischer Drache wie mein Hektor *schmunzelnd zu ihm rüber blicke* ab und an schon was hätte. Ein Leben ohne Bücher? Das wäre für mich wahrscheinlich so ähnlich wie für einen Fleischkater ein Leben mit Tofu-Weißwürsten. Ihr wisst, was ich meine. Natürlich würde es gehen, aber etwas würde dermaßen stark, immens, Scherzen erzeugend abgehen … 😉

Klar, Bücher lösen keine Probleme, aber sie bereichern mein Leben, reißen mich durch manchmal regelrecht fantastischen Inhalt aus meinem Universum. Und das Ergebnis dieser temporären Flucht, tja, dass ist das, was sich dann schriftlich als Rezension, Artikel als Beitrag, den Weg nach außen bahnt. Und das ist wahrhaftig für mich als Leser keine schnöde Werbung, wenn ich über etwas spreche, das ich liebe. Trotzdem muss ich den Passus „Meine tägliche Dosis enthält gemäß § 2 Nr. 5 TMG verlinkte Werbung.“ als Zusatz – rein gesetztestechnisch – hinzufügen, auch wenn ich das ganz anders empfinde. Außerdem: Von einem Influencer bin ich sowieso so weit entfernt, wie die Erde vom Mond 😀

Bücher können für vieles eine Triebfeder sein – selbst für Überlegungen, für Gedankengänge wie diese eben.  Und das, obwohl mir die Zeit unter den Fingern brennt.

In diesem Sinne …

Ka