Blog Gelegenheitslyrik

Egon Tief

  • 16. Januar 2017

Und manchmal bedarf es keiner Helden, um mich zu einem Schüttelreim zu inspirieren, geneigte Leserinnen und Leser,

manchmal, da reicht schon eine Wäschespinne, die dem Toben von Tief “Egon” nicht standhält! Danke für den Musenkuss, Alexa Lor!

Egon Tief

Das Auf- und Ab des Egon Tief …
Schon in der Nacht er nach mir rief!
Er schlich rauschend brausend um das Haus!
Ich flog fast aus dem Bette raus!

„Komm raus zu mir, du süßes Kind!
Ich bin´s Egon, und bring Dir eisigen Wind.
Bin einen langen Weg gekommen!
Um dich zu sehen! Zeit ist zerronnen.“

„Ach Egon Tief, Du alter Banause!
Ich stell dich gleich unter die heiße Brause!
Um aufzuwärmen deine Kälte-Front,
Damit sich die Menschheit wieder sonnt!“

„Mich aufzuwärmen Du süßestes der Kinder?
Ich dacht, Du liebst ihn sehr, den Winter?
Wie kann es sein, dass Du mich nicht magst,
ich meinte der Winter ist, was Dir behagt.“

„Da hast Du recht, oh Egon Tief!
Im Winter begehr ich den Winter, den ich rief!
Doch nun ist´s Sommer, du frostiger Gesell,
So spute dich an den Nordpol, aber schnell.
Dort kannst du stürmen, wettern, toben.
Das freut sicher dort die Robben.
Ist es hier wieder an der Zeit,
zu bringen Frost — kühle Unendlichkeit,
dann heiße ich dich in meinen Armen willkommen,
denn dann ist Winterzeit, der Sommer weggenommen.“

„So machen wir´s, mein süßes Kind!
Ich Egon Tief, bring dir den eisigen Wind.
Von ganz hoch oben, dort im Norden,
wo Schneeflocken fallen, wie wilde Horden.
Wo der Schneesturm wütet, Eis laut knistert,
Frost aus allen Ecken flüstert.
Bring ich dir die Kälte, um den Winter Dir zu versüßen!
Genau hier, wirst später du mich dann begrüßen.
Denk` an mich, du süßes Kind,
denn Egon Tief, bring Dir eisigen Wind … „

© Ka – Januar 2017