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eBook-Reader: Fluch und Segen!

  • 27. Januar 2021

Geneigte Leserinnen und Leser!

Es gibt eine große Gefahr, die nennt sich eBook-Reader! Warum das eine Gefahr ist, muss ich loswerden. So ein eBook-Reader ist etwas, was ich nicht mehr missen möchte und das, obwohl ich mich lange dagegen gesperrt habe. Allerdings ist es einfach nur toll, dass man ihn überall mit hinnehmen kann, ohne Zentner schwere Papierbücher mit sich herum schleppen zu müssen, übertrieben gesagt! Das beginnt beim Arztbesuch und endet beim Jahresurlaub. Dort gibt es keinen Internetzugang? Egal! Ich habe zu Hause schon ordentlich Bücher drauf geladen, so dass die Auswahl groß ist und die Akkuleistung ist toll. Okay, okay! Momentan kann man Dank Covid vom Jahresurlaub träumen, doch Ihr wisst, was ich meine …

Außerdem kann ich das Display den Lichtverhältnissen anpassen, so dass ich GöGa mit Sicherheit nicht dadurch störe, dass ich die Nachttischlampe beim Lesen anlasse. Ich kann elektronische Notizen machen, die Schriftgröße einstellen wie ich will, kann Wörter übersetzen wenn ich im Original lese, Lesezeichen setzen und vieles vieles mehr! Der größte Vorteil: Sofortiger Zugriff zu allen Büchern, die ich lesen möchte, ohne lange auf den Versandt warten zu müssen. <3

Doch es gibt auch Nachteile, ohne Frage! Z.B. die Anschaffungskosten eines eBook-Readers. Doch dem sei gleich hinzugefügt, dass sie sich bei Viellesern wie ich einer bin, bald amortisiert haben, da eBooks in der Regel günstiger sind als Papierbücher. Ich greife allerdings nicht auf den „kindleunlimited“-Dienst zu. Bücher lesen und sie dann zurückgeben, geht für mich einfach nicht, egal ob eBook oder Papierbuch. Das fühlt sich für mich *zu meinem Bücherdrachen Hektor rüber linse*, für uns wie Verrat an. Ein weiterer Nachteil des elektronischen Buchs: Ein Papierbuch darf ich verschenken, ein eBook nicht.

Was ich als großen Mangel empfinde ist die Tatsache, dass ein eBook eben kein Papierbuch ist. Papier ist genial. Bunte Cover sind genial. Die Druckerschwärze von einem druckfrischen Buch ist toll und ich genieße es meine Nase zwischen die Buchseiten zu stecken und erst mal zu schnuppern. Außerdem machen sie sich ungemein hübsch im Bücherregal. Doch diese quillen sowieso schon über. Leider kann ich es mir finanziell nicht leisten, sonst würde ich ein extragroßes Zimmer anbauen und es zu meinem persönlichen Bücherbezirk ausrufen! *YEHAAA*

 

eBook-Reader: Fluch und Segen!

Allerdings ist der obige Vorteil, sofort Zugriff zum gewünschten Buch zu haben, für mich persönlich auch ein Problem; man greift zu schnell zu Büchern und kauft und kauft und liest und liest nur um festzustellen, dass nicht in jedem Buch auf dem Buch drauf steht, auch eine lesenswerte Geschichte ist. Liegt vielleicht mit daran, dass sich SelfPublisher unter Umständen das ein- oder andre Mal Korrektorat oder Lektorat sparen, um den Buchpreis besonders niedrig halten zu können. Derweilen wären kundige, prüfende Hände durch die eine Geschichte vor ihrer Veröffentlichung geht, sehr wichtig und gut. Schade, dass manches mal kein Augenmerk darauf gelegt wird und in mir – nach dem Lesen solch einer Story – ein „Verschwendete Lesezeit!“, auf stößt. Sorry, aber da habe ich es lieber „teurer“ und von guter Qualität!

Oh, versteht mich nicht falsch! Es gibt auch Bücher, da stören mich Fehler so gut wie gar nicht, da mokiere ich mich sogar darüber, dass man in Rezensionen oft lesen kann, dass man das Buch nicht mochte, weil so viele Tippfehler drinne waren. Mich stören sie dann nicht, wenn mich die Story dermaßen für sich einnimmt, dass ich Tippfehler etc. ignorieren kann, vorausgesetzt sie treten nicht im seitenfüllenden Rudeln auf! Doch wenn sich schlechte Story und mannigfaltig Tippfehler sozusagen die Klinke in die Hand geben, ist das unschön.

Seitdem es eBooks gibt, wird der Markt mit neuen Büchern überschwemmt. Was an sich eine gute Sache ist, da der Leser nun intensiv im Büchermeer schwimmen kann. Gleichzeitig ist der Preis von Büchern, vor allem bei SelfPublishern immens gesunken. Hört sich für Vielleser vielleicht erst mal gut an, nichtsdestotrotz hat das einen bittren Nachgeschmack. Wo bleibt der Wert des Buches, wenn ich z.B. an die 290 Seiten als eBook für 0,99 Euro kaufen kann? Wird das Buch dann nicht „verramscht“? Die Arbeit des Autors herab gewürdigt? Wie wird ein Autor mit 99 Cent satt? Ich kann mir vorstellen, dass das wie „Verhungern am lang ausgestreckten Arm ist“. Ja, die Verkaufsmasse macht`s, doch was, wenn die Masse nicht in überbrodelndem Maße gegeben ist? Man „züchtet“ sich dadurch geradezu eine Leserschaft heran, die alles immer billiger, billiger und billiger haben will. *grübelt*

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich finde es generell „Scheiße“, wenn Bücher für 99 Cent zu haben sind. Nein, auch ich kaufe Bücher um 99 Cent, wenn es Aktionen wie „Neueröffnungspreis“ usw. gibt, oder ich vom Klappentext und den Rezensionen überzeugt werde. Ich kaufe allerdings auch Bücher um 9,99 Euro und mehr, denn: Wenn ich ein Buch haben will, kaufe ich es mir, ob es nun 99 Cent, 9,99 Euro oder mehr kostet. Basta! Was für mich im Laufe der eBook-Existenz schwieriger geworden ist, ist es schwarze Schafe von Perlen zu unterscheiden und die „Jeder kann heute ein Buch schreiben und veröffentlichen-Mentalität“, kann ich schwer nachvollziehen. Aber das ist eine andere Geschichte …

Was ich eigentlich sagen wollte: Ein eBook-Reader ist Fluch und Segen zugleich!

Ka

 

Bildquelle Leserin: pixabay.de