Blog Kas Tatsachenbericht

Don’t judge a book by its cover

  • 23. Februar 2021

Geneigte Leserinnen und Leser,

um ehrlich zu sein, ich verstehe Rezensenten manchmal nicht. Vor allem dann nicht, wenn ein Buch vier Sterne Abzug bekommt, weil dem Leser das Cover nicht gefällt. Okay, okay. Das Auge ist verfressen, doch so verfressen, dass es gleich vier Sterne für sich in Anspruch nimmt und kein weiteres Augenmerk auf das legt, auf was es bei einem Buch tatsächlich ankommt, nämlich den Inhalt? An dieser Stelle muss ich unbedingt folgenden allgemein gültigen Spruch loswerden:

„Don’t judge a book by its cover!“

Wenn es bei Büchern nur nach „der Optik“ ginge, hätte ich schon massenhaft Rezensions-Sterne weg futtern müssen. Denn manche Cover sind – so leid es mir tut, das sagen zu müssen – grottig. :3 Aber es würde mir nicht im Traum einfallen, deswegen ein Buch zu verunglimpfen. Ja, vielleicht würde ich es anmerken, doch es würde nicht in eine Bewertung mit ein fließen. Warum auch; sagt es doch nichts darüber aus wie mir die Geschichte gefallen hat!

Nun gut, manchmal stehen die Personen, die auf dem Cover abgebildet sind, in keinerlei optischem Zusammenhang mit den Protagonisten der Story! Wenn der Protagonist zum Beispiel dunkelhaarig, doch auf dem Cover blond ist, oder eine große Narbe im Gesicht sein eigen nennt, doch – übertrieben gesagt – mit arschglatter Haut dargestellt wird, bekomme ich leicht nervöses Lidzucken und unweigerlich ploppt die Frage auf: „Wurde vor der Gestaltung des Covers nicht Rücksprache mit dem Autor gehalten?“

Doch selbst das würde mich nicht zu Sternabzug animieren. Klar, ein schönes Cover macht ungemein was her, vor allem dann, wenn man das Buch als Printausgabe in Händen hält, nichtsdesotrotz sollte man – ich weiß, ich wiederhole mich – ein Buch nicht nach seinem Einband beurteilen.

In diesem Sinne

Ka

P.S. Vielleicht lese ich einfach zu viele Rezensionen! Würde ich das nicht machen, müsste ich mich nicht immer wieder über solche ärgern! *lacht über sich selbst*