Blog Kas Tatsachenbericht

Die Genrehüpferin

  • 8. Januar 2018

Geneigte Leserinnen und Leser,

wenn sich mir die Frage nach einem Lieblingsgenre stellt, fällt es mir schwer dieses zu beantworten. Der Bücherteich ist dermaßen voll, dass ich mich schlicht nicht entscheiden kann. Klar, ich habe natürlich Favoriten, doch ich würde nicht sagen, dass es sich bei ihnen um mein „Lieblingsgenre“ handelt. Okay, okay, okay! Highlander gehen immer und ist auch noch etwas Erotik mit im Spiel, dann greife ich immer wieder zum Kiltträger. Ist besagter Highlander kampfeserprobt und wirkt unwiderstehlich aufs weibliche Geschlecht UND verfügt auch noch über einen Ticken Magie. Dann ist es gänzlich um mich geschehen! 😀 Nunja, das hat fast was von einem Lieblingsgenre, oder? *grinst verschmitzt*

Doch eigentlich wildere ich im ganzen Genreteich! Warum auch nicht! Es gibt soooooo viele schöne Bücher, egal welchen Genres. Aus dem Paranormalen, dem Fantastischen, dem Erotischen, dem Historical-Bereich ( ja ja ja ja ja … *herzchen in den augen hat* ), dem Spannenden, dem Military, dem Gay Genre, habe ich schon einiges gelesen. Beim Genre „Gay“ bin ich jedoch schlichtweg eigen, wie ich schon des öfteren erzählt habe. *lacht* Es gibt ein paar Autoren, die frequentiere ich regelmäßig und sehr sehr gerne. Doch da ich kein ausschließlicher „Nur Gay“-Leser bin, bin ich dank dieser Autoren gut mit immer wieder neuen Gay-Büchern versorgt!

An dieser Stelle möchte ich Euch gerne Chris’ Seite „GayLesen“ ans Herz legen. Wie der Name schon sagt, liest sie fast nur noch Bücher, die diesem Genre entsprungen sind. Gerne anbei der Link, der Euch zu Chris’ *klick* Homepage  und zu ihrer Facebookseite *klick* „GayLesen“ bringt. Dort werdet Ihr sicher fündig werden, in Sachen Gay-Literatur.

Meine Wege führen immer an einem Buch vorbei.

Doch zurück zu meinem „Genreteich“. Ich kann nicht mal genau definieren, warum ich so gerne in unterschiedlichen „Gewässern“ lese. Zum einen liegt es sicherlich daran, dass ich – gefällt mir die Schreibe eines Autors – ich auch dessen Bücher lese, die eben nicht dem „typischen“ Genre entsprechen, welches er normalerweise bedient! Ich erinnere mich da zum Beispiel an Nathan Jäger, Inka Loreen Minden, Alexa Lor, Lisa Gibbs, Jane Christo, Sydney Staffrod, Swantje Berndt, Nicole Henser, Erik Kellen, Kat Marcuse, Catalina Cudd um nur einige zu nenen. Ich habe aus deren Federn sowohl Hetero, als auch Gay-Geschichten gelesen, natrülich auch Paranormales, Fantastisches, Spannendes, Military und Young Adult! Zum anderen, wie bereits oben angemerkt: Es gibt so viele schöne Bücher, ich kann mich schlicht nicht auf einen Bereich konzentrieren, geschweige denn mich für einen entscheiden. *hihi*

Das birgt natürlich die Gefahr, sich zu vieler Geschichten anzunehmen. Aber ich denke, das kann genauso passieren, wenn man sich nur auf ein Genre einlässt. Ich glaube kaum, dass Chris diesbezüglich „zurückhaltender“ ist! *grinsend zu ihr rüber winke* Rückblickend kann man eindeutig feststellen, dass durch die Möglichkeit der Autoren, sich selbst „zu vermarkten“, also ohne Verlagsbindung zu veröffentlichen, sich die Büchermannigfaltigkeit in einen riesig großen Bücherozean gewandelt hat. Was es mir einerseits ermöglich aus einem Füllhorn der Buchmöglichkeiten zu schöpfen. Was mich andererseits „vor die Wahl der Qual“ stellt. Denn nicht überall wo „Buch draufsteht – ist auch Buch drinne“. Aber was sage ich da! Das wisst Ihr ja selbst gut genug!

Es grüßt Euch die Genrehüpferin

Ka

P.S. Weil wir gerade vom Schotten sprachen …. *tirilliiii und hoppsassa, da geht´s klein Kali wunderbar* 😀

Vom Specht und dem Schotten

Es klopfte laut an meiner Tür,
ich machte sie auf und sage dir,
stand doch ein kleiner Specht davor
und quasselte wie ein Sängerrohr.
Er hörte überhaupt nicht auf,
da schlug ich sacht auf seinen Schnabel drauf.

„Hör auf hier lange rum zu sabbeln,
so früh, kann ich nicht richtig zappeln,
denn viel zu bald, ist es am Morgen,
kannst das Gequassel nicht später besorgen?
Ich lag soooo schön in einem Traum,
von einem Schotten, man glaubt es kaum.

Gewandet in eine schwarze Lederhose,
mit langen Kriegerzöpfen, der Rest war lose.
Ein blaues Ornament auf seiner bloßen Brust,
erweckte ihn mir die große Lust,
mit meiner Hand darüber zu streichen,
drum konnt` ich es so gar nicht begreifen,
als aus dem Nichts ein Klopfen erklang,
das in mein Unterbewußtsein drang.

Ich sah mich daraufhin panisch um,
da fiel auch schon der Schotte krum,
er löste sich auf wie Meeresschaum,
weg war er – aus meinem süßen Traum.
Nur sein Geruch hing noch in der Luft,
meine Nase sehnte sich nach seinem Duft.

Kaum war er futsch, ward das Klopfen lauter,
ein Klopfen, das mir wurde vertrauter.
Ich hatte sowas gehört im Garten,
und Feen hatten mir´s dort verraten.
Ein Specht wars, der den Schnabel wetzte,
eine Kerbe in die Rinde ritzte.
Um sich zu holen was zu futtern,
einen fetten Wurm und nix von Muttern!
Hier stehst Du nun vor mir,
ich will vom Schotten träumen hier.

Was soll das nun du frecher Specht,
es wäre mir jetzt mächtig recht,
wenn du von dannen gingst du Vogel,
bevor ich dir noch eine hobel!
Lass mich wieder zu meinem Schotten,
und schließ hinter dir die Schotten.
Damit ich kann zurück ins Bett,
sei du nun still, das wäre nett.

Und höre auf mit deinem Hämmern,
das kann den besten Traum belämmern.
Ein Traum der war soooo süß, so schön,
drum solltest du nun dringend geh`n.
Ich muss zurück in Morpheus Land,
dorthin, wo ich den Schotten fand.

Und dieses mal komm mir nicht dazwischen,
wenn ich versuch, über seine Brust zu wischen.
Leb wohl, du kleiner bunter Specht,
der Traum, er fordert nun sein Recht.
Ich grüß dich nicht, Vogel, du früher,
Du unsäglicher Morgenglüher!“

Der Specht, er gehabt sich endlich wohl,
und schleicht von dannen, so wie er soll.
So muss das sein, er kann nun kommen,
der Traum, in dem ich werd´ nun sonnen.

© Ka