Blog Kas Tatsachenbericht

Der Kuss der Muse

  • 31. Januar 2017

Geneigte Leserinnen und Leser,

unlängst wurde ich von der Muse geküsst, nämlich in Form eines “Gesprächs” mit Erik Kellen. Er beschrieb auf seiner fb-Seite, dass der Humor sich selbst in kriegerischen Szenen nicht davon abhalten lässt, ab und an um die Ecke zu gucken. Ich persönlich mag es, wenn in Büchern der Humor nicht zu kurz kommt. So meinte ich zu Herrn Kellen, ich würde dann am Rand des Schlachtfeldes stehen – verkleidet als Cheerleader und ordentlich die Pompons wedeln, um den Humor und die Kellen-Krieger aus der “Nimmerherz”-Saga anzufeuert. :3

Roter Schnee wird fallen (Nimmerherz 1) Nimmerherz: Der lange Weg des Windes (Nimmerherz 2) Nimmerherz: Das Blut der Ro'Ar (Nimmerherz 3)

Eigentlich wäre das wieder Stoff für einen Reim gewesen, aber dieses mal wollte kein Reim aus mir heraus purzeln, sondern etwas anderes, eine winzig kleine Minigeschichte. Weil mir das soviel Freude bereitet hat, habe ich spaßeshalber noch ein Cover dazu gestaltet.  Achja, die Lila Wege, die oben auf dem Cover steht, die bin ich 😉 Erinnert Ihr Euch noch an das Interview im Heldensalon von Happy End Bücher mit —> Avery Cunningham? Dann wisst Ihr auch, was es mit dem Lila auf sich hat. Übrigens, kommt dieses Jahr noch Averys Geschichte, aus der Feder von Jane Christo, heraus. Nach “Act of Passion”, “Act of Love” wird “Act of Pride” sicherlich auch eine ganz ganz heißer Ofen werden … *japst*

Act of Passion Act of Love

So Ihr Lieben, ich wünsche Euch viel Vergnügen damit und denkt daran: “Sind wir nicht alle ein bisschen bluna?” Hier nun das Cover samt Mini-Mini-Mini-Geschichte *grins* Zu mehr war ich nicht fähig, nachdem ich mit dem Hintern dermaßen im Schnee gelandet bin, und sich die Krieger vor Lachen gebogen haben. Aber lest selbst …

Das zornige Brüllen der Harpyen hallte laut über den Schlachtlärm, als sich wie aus heiterem Himmel, eine unwirkliche Stille über das Kampfgetümmel zu legen begann. Eine Stille, die von einem Punkt am Rande des Schlachtfeldes ihren Anfang nahm und sich wie eine Woge ausbreitete. Alles stand still. Selbst die Zeit schien den Atem an zu halten. Die Schreie der Krieger verstummten, das Klirren aufeinander prallender Schwerter nahm ab und das Blatt einer Streitaxt, das sich eben noch in die Schulter eines Abtrünnigen bohren wollte, geriet – kurz bevor es Fleisch, Muskeln und Knochen durchtrennen konnte – ins Stocken. Sogar die Harpyen verfielen in tiefes Schweigen! Nur der Schnee fiel leise weiter von Himmel und ließ sich von der kleinen Gestalt, die für den nordischen Winter viel zu leicht bekleidet war, nicht beirren.

Todestille hatte sich ausgebreitet, alle Bewegungen waren im Moment eingefroren, was die weibliche Gestalt noch  kurioser erscheinen ließ. Der unanständig kurz gehaltene Kilt der in den Farben des Winters gehalten war und kaum ihren Po bedeckte, bewegte sich ruckartig zu den tanzenden, springenden Bewegungen, die sie mit einer Art Sprechgesang begleitete. Dabei schwang sie zwei ungewöhnliche, gletscherblaue Büschel hin und her. Sie erinnerten fern an dicke Bündel aus Gras. Blaue Stiefel, ein knapper blauer Überwurf und eine Kappe in der selben Farbe, die sie tief über die Ohren gezogen hatte, waren einziges Zugeständnis an die eisige Kälte.

Während ihre blonden Zöpfe, die aus ihrer Kopfbedeckung lugten, fröhlich mit ihr auf und ab hüpften, sang sie, nun, es war wohl eher ein Schreien, das dem der Harpyen gleich kam, aus Leibeskräften immer wieder: „Gebt mir ein H! Gebt mir ein U! Gebt mir ein M! Gebt mir ein O! Gebt mir ein R! Gebt mir HUMOR! Vor. Vor. Vor HUMOR! Vor. Vor. Mehr Humor!“ Je mehr sie herumwirbelte und diese Worte über das Schlachtfeld rief, desto mehr erwachten die Krieger aus ihrer Starre. Bewegung setzte ein. Währenddessen fuhr das Wesen mit dem, was sie tat fort und setzte zu einem hohen Sprung an. Doch sie verlor auf dem festgestampften Schnee unter ihren Füßen den Halt. Ihre Beine rutschten unter ihr weg und in einem Gewirr aus Zöpfen, Büscheln und um sich zappelnder Beinen und Armen, landete sie auf ihrem Hintern, immer noch ein lautes „Humor!!!“, auf den Lippen.

Erst vernahm man es nur zaghaft, schließlich herrschte Krieg und Krieg vertrug keinen Humor. Trotzdem wurde es lauter und lauter und verbreitete sich wie ein wilder Bienenschwarm von einem Kämpfer zum anderen aus. Es schwoll an zu einem Meer aus Lachen!  Das Wesen jedoch, rappelte sich auf und schob sich die Kappe, die ihr über die Stirn ins Gesicht gerutscht war, mit einem breiten Grinsen nach oben.

Der Humor hatte gesiegt und noch Jahre später, sollten die Skalden darüber berichten, über die „Schlacht von Ka“ …

Das war´s auch schon, mit der Minigeschichte *lacht* Bis denne, Eure,

 

Ka aka Lila :3