Historisches Rezensionen

Clannon Miller — Lord of Secret Affairs

  • 11. Dezember 2021

Lord of Secret Affairs
Clannon Miller

Originaltitel: —-
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B09JMS98FD
Erscheinungsdatum: 19. November 2021
Genre: Historical Romance

Teil einer Serie: Rages to Riches
1) Earl of Night
2) Lord of Secret Affairs

 

Klappentext

Eigentlich sollte er sie töten, aber stattdessen muss er sie heiraten …
Sir William Blackstone ist Geheimagent der Königin, gefährlich, kaltblütig und effizient.
Als er den Auftrag erhält, den erpresserischen Viscount of Ashford zu töten, unterläuft ihm ein Fehler, und er ist gezwungen, auch noch eine unerwartete Zeugin zu beseitigen.
 Das erweist sich allerdings als schwierig, denn die besagte Zeugin ist die junge Witwe des Viscounts und sie lässt sich nicht so leicht töten wie gehofft. Die temperamentvolle Lady bringt nicht nur Williams Geheimdienstmission, sondern auch sein beschauliches Junggesellenleben in Gefahr.
Als Lady Amber Kipling ihren Gatten tot in seiner Bibliothek vorfindet, ist sie hocherfreut. Der Viscount war nämlich das Gegenteil von einem liebenden Ehemann. Jedoch währt ihre Freude nur kurz, da der Butler des Hauses sie des Mordes beschuldigt, und so ist sie auf einmal die Gefangene des überaus arroganten, aber leider sehr gut aussehenden Sir William, seines Zeichens hochrangiger Mitarbeiter im Innenministerium.
 Nur er kann verhindern, dass sie am Galgen endet, und leider ist Sir William auch der Einzige, der ihr helfen kann, die Schatzkarte zu finden, nach der sie so verzweifelt sucht.
 Was tut eine Frau nicht alles, um am Leben zu bleiben und einen Schatz zu finden?

Quelle: Clannon Miller

Clannon Miller — Lord of Secret Affairs

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Clannon Miller — Lord of Secret Affairs

Gerne erinnere ich mich an Hoppel-Will aus „Earl of Night – Rages to Riches 1“ den Lady Madeleine Sutton damals unter ihre Fittiche genommen hat. Und ich muss sagen, er hat sich prächtig zu Sir William Blackstone gemausert, der nun auf Befehl der Königin von England deren geheimen, oftmals todbringenden Aufträge erledigt. Einer seiner Aufträge ist es den Viscount of Ashford zu töten, was ihm auch in dessen Bibliothek gelingt. Doch er übersieht dabei, dass der Viscount neuerdings verheiratet ist, nämlich mit Amber, Tochter eines bekannten Ägyptologe. Was Blackstone in Zugzwang bringt, denn Lady Amber sorgt unwissentlich dafür, dass seine Identität als königlichen Geheimagent mächtig in Gefahr gerät. Für Blackstone erübrigt sich die Frage, was er zu tun hat, er muss die junge Witwe eliminieren. Doch William hat die Rechnung ohne die beherzte Lady Amber gemacht …

„Lord of Secret Affairs“ wartet mit einer sympathischen Protagonistin auf, die ihr Herz regelrecht auf der Zunge trägt, was sie und Sir William Blackstone nicht nur einmal in Bredouille bringt. Amber ist fern der englischen Etikette, die innerhalb des Adels herrscht, aufgewachsen und ein regelrechter Wirbelwind. Herrlich fand ich, was Hakim, ihr Diener und ehemals Eunuch im Harem eines Sultans über sexuelle Freuden erzählt hat. Oder dass sie Menschen die selbst ihr Päckchen zu tragen haben, regelrecht anzieht und ihnen ein „Zuhause“ gibt. Klar, manchmal ist sie zu vorlaut, aber das ist sie ungekünstelt und sieht es auch an anderer Stelle ein, wenn sie mal wieder über die Stränge gehauen hat.

William hingegen ist ein sehr zurückhaltender Mann, der selbst seine Sexualität gewisser weise „getaktet“ auslebt. :3 Nicht grundlos wenn man betrachtet, wie seine Kindheit war, bevor Lady Sutton ihn protegiert hat. Als Lady Amber in sein Leben tritt, wirbelt sie seine sorgsam aufgebaute Struktur komplett durcheinander. Das beginnt bei seinem stummen Freund, Helfer fürs Grobe und Diener Ferret und endet bei Williams riesigem Hund Grendel. Bei William und Amber passt der Ausdruck „Gegensätze ziehen sich an“ wie die Faust aufs Auge. Auch wenn das Sir Blackstone nicht vorhat zuzugeben.

Spannend ist die Suche nach einer Schatzkarte, die Pennington, Ambers Vater einst bei einer Expedition gezeichnet hat, in Szene gesetzt und die Verstrickungen die der widerliche Viscount of Ashford zu einem geheimen Männerbund hat. Nebencharaktere wie zum Beispiel Lark, Cedric oder Ferret waren schön in Szene gesetzt. Natürlich kam auch der Humor nicht zu kurz und ich musste nicht nur einmal vor mich hin lachen. Zwar hatte ich im letzten Drittel das Gefühl, die Geschichte würde etwas auf der Stelle treten, was sich jedoch wieder in Wohlgefallen aufgelöst hat. Summa summarum ein lesenswerter historischer LiRo aus der Feder von Clannon Miller, die mit interessanten neuen Charakteren, wie den Söhnen von Lady Sutton aufwartet, von denen man in Zukunft vielleicht eine eigene Geschichte lesen werden kann, oder vielleicht auch von Lark. Wäre toll!

Fazit: „Lord of Secret Affairs“ unterhält mit einem stoischen Sir William Blackstone und einer überschäumenden Lady Amber Kipling, die gar nicht anders kann, als gehörig Schwung in Blackstones Leben zu bringen.

 

 

 

 

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