Paranormales Rezensionen

Christine Thomas — Die Farben der Sterne

  • 27. Oktober 2019

Die Farben der Sterne
Christine Thomas

Originaltitel: —
Verlag:
Heartbeat Books
Verkauft durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B07Z5C5W65
Erscheinungsdatum: 22. Oktober 2019
Genre: Fantasy

Teil einer Serie: Sternen-Reihe
1) Die Farben der Sterne , 22. Oktober 2019
2) Die Farben der Schatten, 29. Oktober 2019
3) Die Farben des Himmels

Klappentext

Es ist nicht einfach für eine Sechzehnjährige in einem Mädcheninternat mitten in der Pampa. Lillis Leben könnte kaum langweiliger sein: Goethe am Vormittag, zu Tode gekochtes Essen am Mittag und Abends die üblichen Lästereien über die Schule an sich und ihre Lehrer im Besonderen.
Das ändert sich, als Lilli erfährt, wer ihr Vater ist und dass der Teufel deswegen hinter ihr her ist. DER Teufel. Persönlich.
In einem Crashkurs muss sie innerhalb weniger Wochen lernen, wozu andere ihr ganzes Leben brauchen, um sich auf die Begegnung mit Njord, dem Herrn der Finsternis, vorzubereiten.
Dabei gerät sie zwischen die Fronten eines Jahrtausende alten Krieges, in dem nicht nur ihr Menschsein, sondern auch ihre Menschlichkeit auf eine harte Probe gestellt werden.

Quelle: Heartbeat Books

Kas Bewertung

Die zurückhaltende Lilli fristet ihr Dasein auf der Burg St. Delfour, die ein Mädcheninternat beherbergt. Lilli wird seit einiger Zeit von üblen Albträumen heimgesucht, so dass ihr selbst das laute Schnarchen ihrer Zimmernachbarin Alice beruhigend vorkommt, wenn sie vor Angst aus einem der Träume aufschrickt. Etwas ist im Gange! Etwas, das tief im Inneren von St. Delfour seinen Ursprung hat. Eines Tages wird sie von der Internatsleiterin Professor Major zu einem Gespräch gebeten. Was Lilli dann erfährt, entzog sich bisher ihres Wissens und stülpt die ihr bekannte Welt komplett auf den Kopf. Nichts ist mehr wie es wahr und scheinbar ist Lilli der Mittelpunkt eines Kampfes zwischen Licht und Schatten.

Im ersten Teil der Sternen-Reihe, geht es um eine 16-jährige junge Frau, die Zeit ihres Lebens spürt das etwas fehlt, was nicht unbedingt damit zu tun hat, dass sie Waise ist. Die einzigen Bezugspersonen sind ihre Patin, deren Angestellter Bruno und Lillis beste Freundin. Doch ansonsten, fühlt sie sich von allen alleine gelassen, irgendwie distanziert. Und diese Einsamkeit, manifestiert sich auf erschreckende Waise in ihren Träumen. Man spürt Lillis Angst, irgendwann den Kampf gegen das, was sie in ihren Träumen heimsucht, zu verlieren. Und das ist selbst als Leser bedrückend.

„Die Farben der Sterne“ kommt an sich leise daher. Meint man auf den ersten Blick. Doch das, was scheinbar leise ist, ist dafür um so eindringlicher. Und dieses Eindringliche, brüllte mich während des Lesens an. Gab mir Denkanstöße und lies mich nicht nur einmal sagen: Wie recht sie doch hat. Es ist ein Buch, das sehr tief geht und philosophische Ansätze und solonische Aussagen beinhaltet. Doch nicht nur das spricht für „Die Farben der Sterne“!

Angesiedelt ist dieses fantastische Buch auf unterschiedlichen Dimensionen und mehr. Man lernt als Leser – oder wie in meinem Fall 😉 – als ständiger Begleiter von Lilli, eine Menge Wesen kennen! Ich war dabei, mitten drinnen, egal wohin Lilli ging. Christine Thomas hat es super verstanden, jeder fiktiven Persönlichkeit Authentizität einzuhauchen. Das geht bei der Optik los und endet beim Charakter. Nichts kommt flach oder gar ausgelutscht daher. Unterschiedlichste Figuren erwachen beim Lesen zum Leben, so dass man sie – einem Film gleich – stets vor Augen hat. Ein weiterer positiver Punkt dieses Buches ist der Humor der immer wieder aufblitzt! Man muss unweigerlich vor sich hin grinsen, weil man schlicht und ergreifend nicht anders kann.

Lilli selbst wird als junge Frau dargestellt, die ihren Weg erst noch finden muss. Doch dieser ist schwer und steinig, denn die Dinge, die sie von Professor Major über ihre Herkunft erfahren hat und darüber, wer tatsächlich ihr Vater ist – oder sollte ich sagen – “was“ tatsächlich ihr Vater ist, bringt rasant Bewegung in ihr Leben. Lilli muss sich gegen einen Kampf wappnen, und lernen, das Gedanken nicht nur Schall und Rauch sind, sondern pure Energie die stets das findet, auf das sie gerichtet ist. Und dann ihr Mentor Dimitri, der ihr alles beibringen muss, um zu überleben! Ohlala, da hat Frau Autorin einen facettenreichen Protagonisten ins Rennen geschickt, der auf mich sehr intensiv gewirkt hat! Nach dem Cliffhanger von „Die Farben der Sterne“, bin ich mehr als froh, dass es in ein paar Tagen mit dem zweiten Teil „Die Farben der Schatten“, weiter gehen wird!

Kurz gefasst: „Die Farben der Sterne“ ist absolut lesenswert, auf eine intensive sowie vielschichtige, philosophische als auch kluge Art und Weise.