Blog Buch Kas Tatsachenbericht

Bücherinsel

  • 29. Januar 2016
“Bücher bergen mehr Schätze als jede Piratenbeute auf einer Schatzinsel.” Das sagte einst Walt Disney, geneigte Leserinnen und Leser und dem kann ich nur zustimmen.
Ich konnte in den vergangenen Wochen und Monaten weit intensiver als sonst realisieren, wie wichtig es ist, mich in Büchern verkriechen zu können, mich in die gelesenen Geschichten hinein fallen zu lassen. Manchmal, um einfach dem Alttag zu entfliehen. Ein anderes mal, um Gefühle, die in mir brodeln ein wenig, wie soll ich sagen, ein wenig im Zaum zu halten, zu mildern. Sogar um in den unterschiedlichsten Geschichten eine Art Trost zu finden, damit ich mich in der Realität wieder auf das “Wesentliche” konzentrieren kann.
Buecherinsel

Meine Leidenschaft fürs Lesen hat nichts damit zu tun, dass ich lieber auf einer rosaroten Flauschiwolke leben würde, um mit feinweißem Puderzucker und klebrig süßen Liebesperlen um mich zu werfen. Nein! Dazu liebe ich das Leben zu sehr. Auch wenn es durchaus geneigt ist, einem fette Knüppel zwischen die Beine zu werfen, die einen letztendlich auch zu Fall bringen. Okay, auf manche dieser “Knüppel” könnte ich getrost verzichten, doch sie gehören dazu, wie der Tod zum Leben.

Es hat vielmehr damit zu tun, dass mir Bücher die Möglichkeit geben aufzutanken, zu Atem zu kommen, auch wenn mir ein Buch durchaus den Atem rauben kann – aber das ist eine andere Geschichte. Wenn ich zwischen Buchseiten verschwinde, mich ihren Schätzen öffne, ist das für mich der perfekte Kurzurlaube. Jetzt kann ich meine Seele baumeln lassen. Darum bin ich gerne auf meiner privaten Bücherinsel. Und wenn ich in meiner Realität wieder auftauche, dann kommt es nicht nur einmal vor, dass ich den ein- oder anderen Schatz daraus mitnehme.

In diesem Sinne,

Ka

(Quelle “Bücherlandschaft”: Public Domain Picture, unter Lizenz CCO, Fotograf: Comfreak)