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Bücherflut – Wer schwimmt noch oder ertrinkt schon?

  • 28. Januar 2026

„Manchmal badet man in Büchern – manchmal ertrinkt man darin.
Ich erzähle von Perlen, Pleiten und dem waghalsigen Ritt auf der Bücherwelle.
Und ja: Mein SUB ist riesig – sehr zur Freude von SUBsi-Lou!“

Geneigte Lesende!

Manchmal habe ich das Gefühl, ich würde nicht in Büchern baden, sondern in ihnen ertrinken. Ist die Zeit gekommen, in der Quantität der Qualität den Rang abläuft? In der es immer schwieriger wird, Buchperlen zu finden? Für mich fühlt es sich so an. Mag sein, dass es nur mein persönliches Empfinden ist – aber es ist da.

Wie Ihr wisst, stöbere ich gern in Büchern mir unbekannter Autoren, immer auf der Suche nach einer Perle. Und manchmal finde ich sie! Ich sage nur Neva Altaj – was ist das für ein Fang gewesen! *schmachtet laut vor sich hin* In den letzten Wochen habe ich mir jedoch mehrfach die Frage gestellt, warum viele Leser ein Buch in den Himmel loben, das sich – sobald ich es gekauft und gelesen habe – als alles andere als „toll“ entpuppt. Ich weiß nicht, woran das liegt …

Natürlich sind Lesegeschmäcker unterschiedlich. Aber ich denke, mein Geschmack in Sachen Buchinhalte ist durchaus massentauglich, selbst wenn ich immer wieder in Nischen-Genres eintauche. Doch massentauglich bedeutet längst nicht automatisch gut, wie ich zunehmend festgestelle. Und dabei geht es nicht einmal darum, dass an allen Ecken gespart wurde – sei es bei der Covergestaltung, der Korrektur oder dem Lektorat. All das kann ich übersehen, wenn mich eine Geschichte packt! Wenn. Wenn dieses kleine Wörtchen „Wenn“ nicht wäre …

Ebenso fällt mir auf, dass die Lebensdauer von Büchern rapide abgenommen hat. Der Spruch „Papier ist geduldig“ scheint in der e-Book-Ära keine Gültigkeit mehr zu haben. Neuerscheinungen sprießen wie Pilze in feucht-warmen Herbstnächten, jeder kann heute veröffentlichen, was er auf Papier gebracht hat. Doch auch hier gilt: Nicht alles, was erschienen ist, war es wert, veröffentlicht zu werden. Aber das, wie gesagt, ist meine persönliche, nicht  massentaugliche Meinung – und genau hier zeigt sich ein weiteres Phänomen: Schon ein Buch, das gerade einmal eine Woche alt ist, kann gefühlt „veraltet“ sein. Keine Ahnung, ob das manchmal an den Buch-Hypes auf Social Media liegt …

Ist ein Buch, das gerade einmal eine Woche, einen Monat alt ist, bereits alt? Für mich werden gute Bücher nie alt. Je öfter ich sie lese, desto besser werden sie; desto lieber vergrabe ich mich in ihnen. Desto häufiger lasse ich lieb gewonnene Textpassagen über auf der Zunge zergehen. Himmel, denkt doch nur an mein Julie Garwood-Re-Reading! Ich konnte gar nicht mehr aufhören, in diesen tollen Geschichten der Grand Dame der Historical Romance zu schwelgen. *KLICK zu Julie Garwood*

 

Bücherflut – Wer schwimmt noch oder ertrinkt schon?Im Bücherstrudel geht`s rasant nach unten …

Erlaubt mir hier den Vergleich zu gutem Whiskey, der ebenfalls lagern muss, um seine optimale Reife zu erreichen. Bücher werden besser, wenn sie lagern: zunächst beim Autor, dann im Lektorat/Korrektorat – wo sie erneut „durchgelagert“ werden –, um schließlich wieder vom Autor überarbeitet zu werden. Nach all diesen Durchläufen sind sie bereit, dem Leser übergeben zu werden, zum „Durchlesen“, mit Sorgfalt und Aufmerksamkeit. Ein Buch, das ordentlich „durchgelagert“ wurde, hat Wert – und dieser Wert ist ihm auch wirklich zuzuerkennen. Selbst wenn er oft überraschend niedrig ausfällt …

Natürlich gibt es auch gut „durchgelagerte“ Bücher, die dennoch nicht das „Gelbe vom Ei“ sind – aber das ist eine andere Geschichte! ^^

Summa summarum fühlt es sich für mich als Vielleser so an: Es wird geschrieben und geklotzt auf Teufel komm raus, und ich stehe vor einer sintflutartigen Bücherwelle. Mit den guten Büchern reite ich die Welle, während sich die schlechten an meinen Fußknöcheln festkrallen und mich hinabziehen – durch den Bücherstrudel, in die unübersichtliche Tiefe des „Muss-ich-nicht-gelesen-haben-Meeres“. Dort unten gefällt es mir nicht besonders. Es ist so emotionslos dunkel. Und kein Meermann ist zur Stelle, der mich retten könnte. *schnieft kerkertief*

Derweilen würde eigentlich ein Monster-SUB auf mich warten! Ich sollt echt überlegen, mich erst an ihn heran zu wanzen um ihn zu dezimieren. So könnte ich diesem „Das Buch muss ich auch haben“ entgehen. Doch SUBsi-Lou tut alles, damit ich meinen SUB nicht anrühre, schließlich hat sie es sich darin verdammt gemütlich gemacht. Denn mal ehrlich, inzwischen ist mein SUB so groß – sehr zur Freude von SUBsi-Lou *KLICK* –, dass ich einige Vollbäder mit meinem „Stapel ungelesener Bücher“ damit arrangieren könnte … *hüstelt*

Ka

 

Bildquelle „Bücherstrudel“: pixabay.com

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