„Bride Protocol“ von Clannon Miller beschert mir gerade einen Prime mit Fangzähnen, Jagdinstinkt und ausgesprochen sabberwürdigen Alpha-Qualitäten.
Dumm nur, dass mein Bücherdrache gewisse Ähnlichkeiten entdeckt — und meine Begeisterung für Syran so gar nicht lustig findet.
Prime gegen Drache? Ich lese lieber weiter, bevor hier noch jemand Feuer spuckt. 😀
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Miau, was für ein Biest oder sollte ich Prime sagen? Okay, okay okay, geneigte Lesende!
Biest ist wohl eine Sache der Definition. Und was genau das Biest in Syran, dem Protagonisten aus „Bride Protocol“ von Clannon Miller, ausmacht? Nun, ich würde es ungefähr so beschreiben:
Es ist jener ausgesprochen unlogische Bestandteil eines vollkommen logisch denkenden Prime, über den ich vermutlich nicht weiter nachdenken sollte, weil ich sonst zu sabbern beginnen würde. Syran hat Fangzähne, einen ausgeprägten Jagdinstinkt — aber HALLO!!! — und scheint die viel gepriesene prime’sche Selbstbeherrschung zuverlässig über Bord zu werfen, sobald es um die Jagd geht. Oder Bess. Oder seine Verbindung zu ihr. Obwohl … die — ich nenne es jetzt einfach instinktive Logik — ist trotz allem immer noch da und winkt fröhlich aus dem Hintergrund.
Genau diese Mischung aus kompromissloser Logik, Jagdinstinkt und seiner kühlen Art des Kontrollverlustes an den entscheidenden Stellen macht Syran für mich so verdammt reizvoll. Hach ist das schööön. Er ist so ein wunderbarer Alpha-Mann. Ich muss jetzt aufhören, sonst komme ich total ins Schwärmen.
Und Bess? Bess mag ich mindestens genauso gern. Sie ist einfach ein verdammt toller Mensch. Jemand, der nicht wegschaut, wenn jemand Hilfe braucht. Eine Protagonistin die handelt, auch wenn es unbequem wird. Auch dann, wenn sie sich damit selbst in Gefahr bringt. *hach ja, was für eine frau*
Genau diese Art von weiblicher Figur liebe ich: nicht großspurig heldenhaft, nicht unverwundbar, sondern einfach menschlich — mit Herz, Rückgrat und diesem inneren Drang, das Richtige zu tun, selbst wenn es vielleicht vernünftiger wäre, sich herauszuhalten. Bess ist eine von diesen fiktiven Charakteren, bei denen ich schon nach kurzer Zeit denke: Ja. Dich mag ich.
Herr im Himmel, aber auch. Ich bin sowas von der Welt gefangen, die Clannon Miller in „Bride Protocol“ aufgebaut hat und würde das Buch als einen Mix aus Dystopie und Science-Fiction einordnen. Dystopie deshalb, weil die Erde zum Zeitpunkt der Erzählung bereits den Bach runtergegangen ist. Science-Fiction deshalb, weil Primes nicht menschlich sind. Noch weiß ich nicht, woher genau aus dem Weltall sie kommen, vielleicht lässt das die Autorin aber auch im Dunkeln. Wer weiß.
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„Warum kommst du ins Schwärmen, Kleines?“ Hektors Stimme taucht hinter mir auf und ich spüre seine Präsenz, noch bevor seine Worte meine Ohren erreichen. Neugierig beugt er sich über die Lehne meines Lesesessels, um in mein Buch zu linsen, das aufgeschlagen auf meinem Schoß liegt.
„Ähm, wie kommst du darauf, dass ich schwärme, Bücherdrache?“
„Du hast gerade wunderbarer Alpha-Mann gesagt.“
„Na und?“
„Und davor Hach ist das schööön.“
„Das ist eine vollkommen sachliche Buchanalyse, Herr Bücherdrache.“ Ich sehe ihn mit aller Unschuld an, die ich auf die Schnelle zusammenkratzen kann.
„Natürlich.“ Hektor schnaubt. „Und das Sabbern ist vermutlich eine wissenschaftlich anerkannte Form der Literaturkritik.“
Ich drehe mich zu ihm um und kneife die Augen zusammen. „Du bist heute wieder ausgesprochen witzig.“
„Ich bemühe mich, mich deinem Niveau anzupassen.“
Pah! Arroganter Bücherdrache!

„Außerdem“, fährt er fort und deutet mit einer Kralle auf mein Buch, „verstehe ich die Aufregung nicht. Fangzähne, Jagdinstinkt, beeindruckende körperliche Überlegenheit …“
Ich starre ihn an.
Er hebt majestätisch den Kopf. „Klingt für mich nach einer völlig gewöhnlichen Ausstattung.“
„Du bist ein Drache!“, weise ich ihn zurecht.
„Eben.“
„Syran ist ein Prime.“
„Was auch immer das sein soll“, schnappt er aufgebracht.
„Na ja … offenbar ein verdammt heißes Biest.“ Das kann ich mir jetzt tatsächlich nicht verkneifen.
Hektor erstarrt. Sein Blick wandert zum Buch. Dann zu mir. Wieder zum Buch. „Fangzähne“, zählt er langsam auf. „Jäger. Biest. Körperlich überlegen.“
„Mhm“, stimme ich ihm kopfnickend zu und streichle zärtlich über die eben gelesene Seite.
„Und DAS findest du an ihm so toll?“, will Hektor entrüstet wissen.
Ich strahle ihn an. „Unter anderem.“
Für einen Moment herrscht absolute Stille. Dann richten sich Hektors Schuppen auf.
„Ich habe Fangzähne!“
„Ich weiß.“
„Ich bin ein Jäger!“
„Auch das weiß ich.“
„Und ich bin mit Sicherheit das beeindruckendere Biest!“, grollt er mir mit heißem Atem regelrecht ins Gesicht, während kleine Rauchwolken aus seinen Nüstern nach oben steigen.
Ich beiße mir auf die Lippe. „Bist du etwa eifersüchtig auf Syran?“
Seine gletscherblauen Augen verengen sich zu Schlitzen. „Auf einen Prime?“ Hektor schnaubt eine der kleinen Rauchwolken in meine Richtung. „Lächerlich.“
Er dreht sich um und stapft davon und murmelt Worte vor sich hin, die ich nicht verstehe. Ist wahrscheinlich besser so. Trotzdem hake ich nach: „Hektor?“
„Lies dein Buch, Ka!“ Ich kann regelrecht hören, wie Hektor den Satz durch zusammengekniffene Zähne hervorpresst.
„Mach ich!“, rufe ich ihm frech-fröhlich hinterher, bevor ich in schallendes Gelächter ausbreche. „Es ist einfach herrlich, einen Drachen am Schwanz zu packen, nicht wahr?“
Ein empörtes Knurren hallt durch den Flur, bevor ich das Knallen einer Tür höre. Drachen! Besonders meiner … *hihi* Ich werde mich nun definitiv an das halten, was Hektor mir empfohlen hat: Ich werde „Bride Protocol“ weiterfressen … upsi … weiterlesen! Denn vor dem Buch ist während des Buches ist nach dem Buch.
Ka

Bildquelle „Ka liest Bride Protocol von Clannon Miller, während Hektor eifersüchtig wird“:
Bildidee, Prompt und Gestaltung: Ka, erstellt mit Unterstützung einer KI.
Im Bild beinhaltetes Originalcover „Bride Protocol“ von Clannon Miller: © jeweilige Rechteinhaber.
Verwendung mit freundlicher Genehmigung von Clannon Miller.
