Rezensionen Spannendes Zeitgenössisches

Beck & Hallmann — Bezahlte Begierde

  • 21. Dezember 2021

Bezahlte Begierde
J.L. Beck und C. Hallma

Herausgeber: Bleeding Heart Press
ASINB09KQCJ49P
Erscheinungsdatum: 30. Oktober 2021
Genre: Dark Romance

Teil einer Serie: Moretti-Mafia
1) Savage Beginnings — Bezahlte Begierde

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Kas Bewertung

Rache spielt eine tragende Rolle im ersten Teil der „Moretti-Mafia“-Reihe von J.L. Beck und C. Hallman. Julian, der Kopf der Moretti-Familie hat, will nur eines, als er Elena Romero auf der Beerdigung ihrer Mutter das erste Mal gesehen hat; die junge Frau besitzen. Dabei spielt ihm die Spielsucht von Elenas Vater in die Hand. Via Vertrag wird Elena zum Besitz von Julian erklärt. Er will sie brechen und nach seinem Dünken formen, um so Rache an ihrem Vater zu nehmen, der unabhängig von seinen Schulden in der Vergangenheit etwas getan hat, wofür Julian ihn bezahlen lassen will.

Gut und schön bis hierher, doch was nun kommt waren immer wieder Gedanken von Julian über Elena, wie naiv und unschuldig sie aus seiner Sicht ist und das, sowie sein Verhalten allgemein – nicht nur das gegenüber der Protagonistin, hat Julian für mich zu einem unsympathischen, fiktiven Charakter gemacht. Ich weiß nicht wie ich es beschreiben soll. Es gibt fiktive Charaktere innerhalb der Dark Romance, die man, obwohl sie nicht den Richtlinien einer Gesellschaft entsprechend agieren, trotzdem einfach gerne haben muss. Und dann gibt es Protagonisten wie Julian Moretti. Der es einem dauerhaft schwer macht ihn zu mögen. Schade.

Ich habe mich irgendwann dabei ertappt, dass ich vor geblättert habe nur um festzustellen, dass auf den über blätterten Seiten nichts für die Geschichte wesentliches passiert ist, was der Handlung zuträglich gewesen wäre. Es erschien mir, als hätten sich die Gedanken der Protagonisten wiederholt und im Kreis gedreht. Leider hat mir auch der Charakter von Elena Romero nicht wirklich gefallen. Sie war eine passive Protagonistin, die lieber mit sich machen ließ, doch selbst das, fand ich ab einem gewissen Punkt nicht mehr glaubwürdig. Natürlich gab es erotische Szenen, doch auch die fielen durch, weil ich die Anziehungskraft zwischen den Protagonisten nicht spüren konnte, was sich wiederum ebenfalls negativ auf die Glaubwürdigkeit auswirkte.

Ja, bei Büchern bzw. deren Inhalt scheiden sich oft die Geister von uns Lesern, was auch gut so ist. Nicht jedem kann das gefallen, was hunderten anderen Lesern, die das Buch bewertet haben, gefällt. Manchmal habe ich Glück damit, angelockt durch viele positive Bewertungen, tatsächlich einen Treffer zu landen. Manchmal ist mir Fortuna nicht hold, wie bei „Savage Beginnings — Bezahlte Begierde“. Ich mag normalerweise Dark Romances, die im, nennen wir es „Mafia-Konstrukt“, angesiedelt sind. Nur schade, dass es zwischen den Protagonisten und mir nicht gefunkt hat. Ich wünschte, ich könnte etwas anderes sagen …

Kurz gefasst: Bei „Moretti Mafia“ werde ich wohl nicht zum Wiederholungsleser. Leider.