Blog Kas Tatsachenbericht

Am Arsch vorbei? Ist auch daneben!

  • 10. Mai 2017

Geneigte Leserinnen und Leser!

“Er aber, sag’s ihm, er kann mich im Arsche lecken“, sagte Gottfried „Götz“ von Berlichingen zu Hornberg, auch genannt „mit der eisernen Hand“ einst in Johann Wolfgang von Goethes Schauspiel „Götz von Berlichingen“! Ein berühmtes geflügeltes Zitat, will ich meinen. Hierzu möchte ich auch den Buchtitel von Alexandra Reinwarth mit den illustren Worten „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ nennen.

Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand: Ein Schauspiel 1773 (Suhrkamp BasisBibliothek) Am Arsch vorbei geht auch ein Weg: Wie Sich Dein Leben Verbessert, Wenn Du Dich Endlich Locker Machst

Stimmt! Doch am Arsch vorbei geht allerdings nicht immer. Vor allem dann, wenn die Schwelle der Höflichkeit massiv übertreten und ins Land der verbalen Aussetzer und Verletzungen gezerrt wird. Auch, da wir als „Angegriffener“, so etwas wie ein „Gerechtigkeitsempfinden“ haben. Dies scheint manchen Menschen zu fehlen. Denn hätten sie dieses, müssten sie nicht den „Elefant im Porzellanladen“ mimen. Fest verwurzelt in ihrem Reich aus „Ich habe ein Recht darauf“! Auf dieses Recht poche ich, egal, was dabei zu Bruch geht. Nur das manchmal nicht nur Porzellan zu Bruch geht. Doch, ein Recht worauf, frage ich Euch? Ein Recht darauf, dass nichts der Veränderung unterworfen ist? Dass alles bleibt wie es ist?

Fehlt jegliche Veränderung, würde man stagnieren. Und Stagnation ist etwas, was uns am essenziellsten hindert: dem Leben. Man sollte nicht immer dem nachlaufen was war! Ich weiß, dass das nicht immer leicht ist. Trotzdem! Menschen und ihre Umstände, ihr soziales Umfeld, ihre Lebenseinstellung, ihre Gesundheit, ihre Familie, alles ist einer Änderung, einem Wandel unterworfen. Natürlich liegt es in jedem selbst, inwieweit man sich einem Wandel unterwirft. Ob man sich ihm teilweise anschließt, oder sich ihm komplett verschließt, oder den Wandel als Chance sieht.

Verschließt man sich gegen jedwede Veränderung, kann das leicht zu einem Kampf werden, wie einst der Kampf gegen die Windmühlen, von Cervantes tragischem Held Don Quijote. Hielt dieser die Flügel der Mühlen doch für mehrarmige Riesen und forderte sie zum Zweikampf heraus. Ein aussichtsloses Unterfangen, dessen sich auch Don Quijotes Begleiter Sancho Pansa bewusst war, schließlich sagte er zu seinem Dienstherren: „Habe ich’s Euer Gnaden nicht gesagt, Ihr möchtet wohl bedenken, was Ihr tuet, es seien nur Windmühlen, und das könne nur der verkennen, der selbst Windmühlen im Kopf habe?“

Don Quijote

Warum ich überhaupt darauf komme? Weil mir der Artikel von ‘unserer’ Nicole ( hier der Direktlink —> „Schlechte Kinderstube oder einfach nur frustriert?“ ) nicht aus dem Kopf geht. Weil sich wieder einmal gezeigt hat, dass es Menschen gibt, die „auf ihr Recht“ pochen, das nicht ansatzweise „ihr Recht“ ist. Nur, weil etwas „bequem“ ist, eine „Gewohnheit“ ist, heißt es noch lange nicht, dass alles bleiben muss, wie es war. Auch Happy End Bücher machte schon einige Veränderungen durch, im Laufe der Jahre. Offensichtlich passen die “aktuellen”  – selbst nach Monaten 😉 – nicht jedem. Was natürlich legitim ist.

Nichtsdestotrotz, sollten Verfasser von Schmäh- und Beleidigungs-Mails eines nicht vergessen: Am anderen Ende, Euerer verbalen Wurfgeschosse, sitzt ein Mensch, einer, dem vielleicht nicht alles am Arsch vorbei geht. Auch wenn die Schreiber dieser elektronischen “Briefe” — wie soll ich sagen — mit „Dreck“ werfen und ihre unhöflich formulierten Forderungen stellen; Es ist ein aussichtsloser Feldzug gegen einen  Zustand, der ist, wie er ist. Denn die Veränderung hat bereits stattgefunden. Und in Zukunft, wird es sicher immer wieder zu Veränderungen kommen, was Happy End Bücher betrifft. So, wie in den Jahren zuvor … Doch wie gut, dass das Grand unserer Leser Menschen sind, denen nicht alles „am Arsch vorbei“ geht, die sich darüber bewußt sind, dass der Ton die Musik macht und sich dem nicht anschließen, was UP TO DATE zu sein scheint: Eine Verrohung in Wort, in Bild, in Ton, vor allem auch im viralen Netz. Danke Euch Menschen dort draußen, die uns Mails schreiben, eben weil ihnen das, was wir mit Happy End Bücher machen, gefällt! Ein fettes Dankeschön an Euch alle, dass Ihr Happy End Bücher begleitet, samt und sonders unserer Veränderungen! *smack* 1*

Ka

 

1* Hey! Darauf könnt Ihr Euch echt was einbilden! Schließlich bin ich verdammt sparsam mit meinen Küssen 😉