Blog Gelegenheitslyrik

Vom Specht und dem Schotten

  • 20. Januar 2017
Das kommt davon wenn ich durchs www streife und einen Spruch wiederfinde, den ich eigentlich schon lange kenne, geneigte Leserinnen und Leser.
Doch heute, passiert es plötzlich und dieser Spruch, verselbständigt sich auf ziemlich seltsame Art und Weise … :3
Der Frühe Vogel kann mich mal,
das hab´ ich g’rad gelesen.
Der frühe Vogel kann mich mal, da war mal was gewesen.
Vom Specht und dem Schotten
Es klopfte laut an meiner Tür,
ich machte sie auf und sage dir,
stand doch ein kleiner Specht davor
und quasselte wie ein Sängerrohr.
Er hörte überhaupt nicht auf,
da schlug ich auf seinen Schnabel drauf.
„Hör auf hier lange rum zu sabbeln,
so früh, kann ich nicht richtig zappeln,
denn viel zu bald, ist es am Morgen,
kannst das Gequassel nicht später besorgen?
Ich lag soooo schön in einem Traum,
von einem Schotten, man glaubt es kaum.
Gewandet in eine schwarze Lederhose,
mit langen Kriegerzöpfen, der Rest war lose.
Ein blaues Ornament auf seiner bloßen Brust,
erweckte ihn mir die große Lust,
mit meiner Hand darüber zu streichen,
drum konnt` ich es so gar nicht begreifen,
als aus dem Nichts ein Klopfen erklang,
das in mein Unterbewußtsein drang.
Ich sah mich daraufhin panisch um,
da fiel auch schon der Schotte krum,
er löste sich auf wie Meeresschaum,
weg war er – aus meinem süßen Traum.
Nur sein Geruch hing noch in der Luft,
meine Nase sehnte sich nach seinem Duft.
Kaum war er futsch, ward das Klopfen lauter,
ein Klopfen, das mir wurde vertrauter.
Ich hatte sowas gehört im Garten,
und Feen hatten mir´s dort verraten.
Ein Specht wars, der den Schnabel wetzte,
eine Kerbe in die Rinde ritzte.
Um sich zu holen was zu futtern,
einen fetten Wurm und nix von Muttern!
Hier stehst Du nun vor mir,
ich will vom Schotten träumen hier.
Was soll das nun du frecher Specht,
es wäre mir jetzt mächtig recht,
wenn du von dannen gingst du Vogel,
bevor ich dir noch eine hobel!
Lass mich wieder zu meinem Schotten,
und schließ hinter dir die Schotten.
Damit ich kann zurück ins Bett,
sei du nun still, das wäre nett.
Und höre auf mit deinem Hämmern, d
as kann den besten Traum belämmern.
Ein Traum der war soooo süß, so schön,
drum solltest du nun dringend geh`n.
Ich muss zurück in Morpheus Land,
dorthin, wo ich den Schotten fand.
Und dieses mal komm mir nicht dazwischen,
wenn ich versuch, über seine Brust zu wischen.
Leb wohl, du kleiner bunter Specht,
der Traum, er fordert nun sein Recht.
Ich grüß dich nicht, Vogel, du früher,
Du unsäglicher Morgenglüher!“
Der Specht, er gehabt sich endlich wohl,
und schleicht von dannen, so wie er soll.
So muss das sein, er kann nun kommen,
der Traum, in dem ich werd´ nun sonnen.
© Ka
*gnahhhh*