Blog Hektor

Unterbrechung …

  • 17. Mai 2020

„Ich weiß Hektor, es ist schon über eine Woche her, dass ich mich dir ausführlicher gewidmet habe. Darum geht es jetzt weiter mit „Unterbrechung …“ Doch zuerst noch der Link zu dem, was vorher geschah *klick* Von Wärme und Erkennen.

Bevor ich weiß, wie mir geschieht, wickelt Ka eines ihrer Beine um meinen Oberschenkel. Das ist Aufforderung genug für mich. Ich beuge mich tiefer nach unten und hebe sie hoch, ihre Mitte liegt nun genau dort wo sie schon immer hingehört hat und immer hingehören wird. Exakt über meinem Schw…
Shit! Nicht mal seine Gedanken kann man zu Ende denken, durchfährt es mich, als ich jemanden in meiner Höhle höre. „Hektor! Komm runter!“, ich weiß genau, wen ich gleich gnadenlos in die Erde stampfen werde! Malik! Ihm ist bewußt, dass nur ich ihn Dank meines guten Gehörs hören kann. Glasklar, warum er so einen Terz veranstaltet. Er will mir eins auswischen, wegen meiner vorherigen Reaktion! Dreckskerl. Verwirrt sieht mich Ka unter schweren Lidern hervor an, als ich sie auf den Fußboden zurück gleiten lasse. Denn eines hat mich die Erfahrung gelehrt. Der Kerl wird nicht eher Ruhe geben, bis ich nach unten gekommen bin.
Ka sieht einfach hinreißend aus mit ihren rosig angehauchten Wangen, den von meinen Küssen stark durchbluteten, feucht schimmernden Lippen. Ich kann nicht umhin, mir noch einen Kuss zu rauben und vergesse mich in ihr, in ihrer Wärme. Meine Hände stehlen sich zu ihrem zarten Hals und ich spüre Kas Hände, die sich hinten in den Bund meiner Hose schieben. Es existiert nur sie und ich. Ein tiefes, zufriedenes Knurren löst sich aus meiner Kehle und ich merke glücklich, dass sich meine Kleine daraufhin noch näher an mich schmiegt. Die Energie zwischen uns knistert, als Maliks Geschrei wieder los geht. Ich spüre, dass mein Drache kurz davor ist hervor zu brechen, um mit ihm Tacheles zu reden. Widerwillig löse ich mich von Ka und trete einen Schritt zurück, lasse meine Hände auf ihren Schultern liegen und nehme einen tiefen Atemzug, während mich ihre waldgrünen Augen fragend ansehen. Sie legt ihre linke Hand auf meinen und die Rechte auf ihren Mund und nuschelt zwischen den Fingern hindurch. „Wow! Was war das eben, Hektor? Ich … ich glaube, du bis mir eine Erklärung schuldig.“ Ka streicht nochmal sanft über meine Lippen und beobachtet sichtlich fasziniert den durch ihre Berührung erzeugten Nebula Draconum.
„Was ist nun Hektor? Kommst du runter, oder soll ich wieder raufkommen! Ka würde sicherlich gerne einen zweiten Blick auf meine gestählte Brust werfen!“, mischt sich Malik frech wieder von unten ein. ‚Nur über meine Leiche!‘, schießt es eifersüchtig durch meine Kopf und ich merke, dass sich meine Fingernägel zu Drachenklauen wandeln. Ich kann regelrecht sehen, wie sich Malik schadenfroh ins Fäustchen lacht, während Ka gebannt auf meine Hände starrt, die immer noch auf ihren Schultern liegen. Mist! Schnell zwinge ich mich dazu, sie wieder in ihre menschliche Form zu bringen, was meinen Drachen sichtlich missfällt. Er ist eindeutig auf Krawall gebürstet.
„Ich werde dir alles erklären, Kleines! Versprochen! Aber ich muss dich jetzt alleine lassen …“
„Jetzt? Das ist nicht dein Ernst, Hektor. Du kannst mich doch jetzt nicht einfach so stehen lassen. So … so … na einfach SO!“, ungläubig funkelt mich Ka an. Die Röte, die nun ihr Gesicht bedeckt hat sicherlich nichts mehr mit Wonne, sondern vielmehr mit Zorn zu tun.
„Es tut mir verdammt leid, aber es geht nicht anders. Glaub mir Ka, sobald du morgen früh, besser gesagt in ein paar Stunden, aufgestanden bist, werde ich dir alles erklären“, ich verschließe ihren Mund mit meinen Lippen, bevor sie etwas einwenden kann und verlasse dann fast fluchtartig ihr Schlafzimmer. Hinter der geschlossenen Türe, kann ich sie frustriert mit dem Fuß aufstampfen hören. Ein „Verdammter Drache!“, begleitet mich auf dem Weg die Treppe hinunter, unterdes Malik sich vor Lachen nicht mehr einkriegt. „Na warte, Bürschchen …“, ich merke gar nicht, dass ich das laut ausgesprochen habe.

— © 17.05.2020 by Ka, Meine tägliche Dosis