Blog Hektor Kas Tatsachenbericht

Ich hoffe, ich entwickle keine masochistische Ader!

  • 10. Oktober 2020

Geneigte Leserinnen und Leser,
ich glaube, Leseflauten kennt jeder von uns Bücherdrachen.

„Das stimmt nicht, Kleines! Ich hatte noch NIE eine Leseflaute …“, höre ich Hektor aus seiner Drachenhöhle rufen.
Ich sag Euch, seine Ohren sind so leistungsfähig wie die einer Fledermaus oder er wühlt gerade in meinen Gedanken herum. Anders kann ich mir nicht erklären, dass er das eben verstanden hat!
„Das bleibt mein Geheimnis, Ka!“
„Mann, Hektor! Steck dir Brokkolie in die Ohren oder geh aus meinem Kopf raus. Wie auch immer du das gerade machst!“
„Werde ich nicht. Ich möchte hören, was du über die Leseflaute zu erzählen hast.“
„Du bist dermaßen neugierig, Drache!“
„Bin ich“, höre ich ihn mit einem Lachen in der Stimme.

Zurück zur Leseflaute, geneigte Leserinnen und Leser. Meine längst Leseflaute die ich je hatte, dauerte 5 Jahre an.
„WAS? 5 JAHRE?“, meldet sich Hektor auch schon wieder zurück. „Welcher Bücherdrache hat dich zurück zum Lesen gebracht?“, will er wissen.
„Überhaupt keiner, du bist der erste Bücherdrache der mir über den Weg gelaufen ist. Es war ein fiktiver Charakter, nämlich ein Highlander …“
„Was sonst“, schallt es unterkühlt von unten zu mir nach oben. Eines sage ich Euch, ich erinnere mich so gerne und intensiv daran, als mir Sidheach Douglas, kurz Hawk genannt, aus „Zauber der Begierde“ von Karen Marie Moning wieder auf die Sprünge geholfen hat. „Was für ein Mann! Boah, da läuft mir heute noch das Wasser im Mund zusammen.“
„Ich will das nicht wissen, Ka!“, nörgelt Hektor.

Zauber der Begierde

„Dann steck dir endlich Brokkolie in die Ohren und hör auf mich auszuhörchen. Es gab damals keinen Bücherdrachen! Wenn ich dich damals bereits gekannt hätte, wärst du meine allererste Wahl gewesen, doch so musste Hawk herhalten und hey, Hektor, du musst zugeben, der Kerl macht im Kilt dermaßen was her. Und dieses lange schwarze Haar, die muskulöse Brust und erst der stramme Hintern …“, setze ich dahinschwelgend einen drauf. Seltsam, Hektor ist plötzlich verstummt.
Moment, was war das. Schnell rase ich zum Fester der Bibliothek und blicke nach draußen. Gerade sehe ich noch, dass Hektor eine mächtige Feuersäule ausgespuckt hat. Ohoh, er mag es gar nicht, wenn ich ihm fiktive Charaktere vorziehe. Keine Ahnung warum, er ist schließlich real und sie sind nur ein Fantasiegespinst. Erschaffen durch einen Autoren, zum Leben erweckt von mir, beziehungsweise von uns Lesern.
Okay, okay. Wir wissen alle, wie real sich fiktive Gefühle anfühlen. Aber deshalb muss man doch nicht gleich den Rasen verkohlen! Verdammter Drache.

Ich hoffe, ich entwickle keine masochistische Ader!

Etwas ich noch hinzufügen, solange eine Leseflaute temporär eingegrenzt ist, kann man sie absitzen. Anders ist es, wenn folgendes zutrifft:

Ich hoffe, ich entwickle keine masochistische Ader!

In diesem Sinne,

Ka