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Hektor oder mein postkoitaler Bücherdrache …

  • 7. Juni 2019

Folgendes hat sich gerade zugetragen, geneigte Leserinnen und Leser!

„Hektor?“ Keine Audienz. Ich versuche es erneut „HEKTOR?“, wieder keine Regung. „Verdammt noch mal, HEKKKTOR!“ brülle ich frustriert in die Tiefen seiner Höhle.
„Hmmmmm?“, kommt ein sanfter Hall von unten zu mir hinauf gewabert „Was kann ich für dich tun Kleines?“
Ich irritiert: „Kleines? Was du für mich tun kannst? Bist du krank, oder warum heute so sanft?“ Neugierig geworden mache ich mich die Stufen hinab in Hektors Reich. Zusammengerollt wie ein kleines Kätzchen, liegt er auf einem riesigen Büchernest. Es scheint, als würde er darüber in einer Art Schwebezustand verharren, um die kostbaren Bücher nicht zu knautschen. Sein schweres Haupt liegt zufrieden auf seinen an den Knöcheln überkreuzten Vorderpranken und den langen, mit spitz zulaufenden Hornplatten bewehrter Schwanz hat er um sich geschlungen. Wenn ich es nicht besser wüsste – schließlich habe ich nichts zu mir nach oben gehört Hektor oder mein postkoitaler Bücherdrache ... – würde ich sagen, er ist gerade im postkoitalem Zustand gefangen. „Was macht dich so glücklich Drache?“
„Musst du das wirklich fragen, liebste Ka? Du warst in den letzten Tagen sehr sehr fleißig und hast, obwohl der Juni nur 7 Tagen zählt, bereits 7 Bücher gekauft! Komm her Süße und lass dich umarmen …“, aus halbgeschlossenen Lidern blitzen mich seine hellen, eisblauen Drachenaugen gerade zu sinnlich an, während er sich aus seiner liegenden Position erhebt.
„Nö Hektor! In diesem Zustand bist du mir mehr als nur … suspekt“, erwidere ich, mache kehrt und marschierte zurück nach oben, während mich sein leises, fast schon an ein Schnurren erinnerndes Lachen begleitete. „Drachen … tzt! Am Schluss fällt ihm noch ein, sich in seine menschliche Gestalt zu verwandeln. Nö, Danke! Viel zu gefährlich für mich …“

Bis zum nächsten Hektor,

Ka

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