Blog

Der e-Book-Reader. Fluch und Segen!

  • 13. Mai 2019

Geneigte Leserinnen und Leser!

Es gibt eine große Gefahr, die nennt sich e-Book-Reader! Warum das eine Gefahr ist, muss ich jetzt loswerden. So ein e-Book-Reader ist generell etwas, was ich nicht mehr missen möchte und das, obwohl ich mich jahrelang dagegen gesperrt hatte. Allerdings ist es einfach nur toll, dass man ihn überall mit hinnehmen kann, ohne Zentner schwere Papierbücher mit sich herum schleppen zu müssen, übertrieben gesagt! Das beginnt beim Arztbesuch und endet beim Jahresurlaub! Dort gibt es keinen Internetzugang? Egal! Ich habe zu Hause schon ordentlich Bücher drauf geladen, so dass die Auswahl groß ist! Und die Akkuleistung ist toll!

Außerdem kann ich das Display den Lichtverhältnissen anpassen, so dass ich GöGa mit Sicherheit nicht dadurch störe, dass ich die Nachttischlampe beim Lesen anlasse. Ich kann elektronische Notizen machen, die Schriftgröße einstellen wie ich will, kann Wörter übersetzen wenn ich im Original lese, Lesezeichen setzen und vieles vieles mehr! Der größte Vorteil: Sofortiger Zugriff zu allen Büchern, die ich lesen möchte, ohne lange auf den Versandt warten zu müssen.

Doch es gibt auch Nachteile, ohne Frage! Z.B. die Anschaffungskosten. Doch dem sei gleich hinzugefügt, dass sie sich bei Viellesern wie ich einer bin, bald amortisiert haben. 😉 Ich greife allerdings nicht auf den „unlimited“-Dienst vom großen A zu. Bücher lesen und sie dann zurückgeben, geht für mich einfach nicht, egal ob eBook oder Papierbuch. :3 Ein weiterer Nachteil des e-Books: Ein Papierbuch darf ich verschenken, ein e-Book nicht.
Was ich als großen Mangel empfinde ist die Tatsache, dass ein e-Book eben kein Papierbuch ist. Papier ist genial. Die Druckerschwärze von einem druckfrischen Buch ist toll und ich genieße es meine Nase zwischen die Buchseiten zu stecken und erst mal zu schnuppern. Außerdem machen sie sich ungemein hübsch im Bücherregal doch dieses/diese quillt/quillen – aus Platzmangel – bald über.

Lesen und einen lecker Latte dazu. Was will man mehr?
Und das im hellsten Sonnenschein, ohne dass der Bildschirm spiegelt! e-Book-Reader sei Dank!

Allerdings ist der obige Vorteil, sofort Zugriff zum gewünschten Buch zu haben, für mich persönlich auch ein großes Minus. Man greift zu schnell zu Büchern und kauft und kauft und liest und liest nur um festzustellen, dass nicht in jedem Buch auf dem Buch drauf steht, auch eine lesenswerte Geschichte drinnen ist. Etwas, was mir in den letzten Wochen stark auffiel. Liegt wahrscheinlich mit daran, dass man sich als SelfPublisher unter Umständen das ein- oder andre Mal Korrektorat oder Lektorat spart, um den Buchpreis besonders niedrig zu halten. Derweilen wären kundige, prüfende Hände durch die eine Geschichte vor ihrer Veröffentlichung geht, sehr wichtig und gut. Schade, dass manches mal kein Augenmerk darauf gelegt wird und in mir – nach dem Lesen solch einer Story – ein ironisches „hauptsache billig“ auf stößt. Sorry, aber da habe ich es lieber „teurer“ und von guter Qualität! Schlechte Bücher verschwenden sowohl meine Lebenszeit als auch Lebensenergie.

Seitdem es e-Books gibt, wird der Markt mit neuen Büchern überschwemmt. Was an sich eine gute Sache ist, da der Leser nun intensiv darin schwimmen kann. Gleichzeitig ist der Preis von Büchern, vor allem bei SelfPublishern immens gesunken. Hört sich für Vielleser vielleicht erst mal gut an, nichtsdestotrotz hat das einen bittren Nachgeschmack. Wo bleibt der Wert des Buches, wenn ich knappe 300 Seiten als e-Book für 0,99 Euro kaufen kann? Wird das Buch dann nicht „verramscht“? Die Arbeit des Autors herab gewürdigt? Wie wird ein Autor mit 99 Cent satt? Ja, die Masse macht`s, doch was wenn die Masse nicht in dem Maß gegeben ist? Man „züchtet“ sich dadurch geradezu eine Leserschaft heran, die alles immer billiger und billiger und billiger haben will. *grübelt*

Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ich finde es generell „Scheiße“, wenn Bücher für 99 Cent zu haben sind. Nein, auch ich kaufe Bücher um 99 Cent, wenn es Aktionen wie „Neueröffnungspreis“ usw. gibt, oder ich vom Klappentext und den Rezensionen überzeugt werde. Ich kaufe allerdings auch Bücher um 9,99 Euro denn: Wenn ich ein Buch haben will, kaufe ich es mir, ob es nun 99 Cent oder 9,99 Euro kostet. Basta! Was für mich schwieriger geworden ist, ist es schwarze Schafe von Perlen zu unterscheiden – vor allem im Zeitalter des e-Books und der „Ich kann auch ein Buch schreiben-Mentalität“. Aber das ist eine andere Story.

Was ich eigentlich sagen wollte: Ein e-Book-Reader ist Fluch und Segen zugleich!

Ka